Errorless Learning

Aktuell: Das Projekt geht in eine neue Phase. Im Schuljahr 2019/2020 wird unser Trainingsprogramm an ersten Grundschulen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingesetzt, um die Anwendung der Methode in der Schulpraxis umfassender zu erproben. Hierzu wurde das bisher entwickelte Trainingsprogramm umfassend erweitert.

HOT-T: Handschriftliches Orthografie-Training auf dem Tablet

 

Digitale Trainingsmethode zur individualisierten Förderung der Rechtschreibung in heterogenen Lernkontexten. Sie unterstützt dabei ein motivierendes, selbstverantwortliches Lernen im Dialog mit den begleitenden Lehrpersonen.

Bild 1: Eckpfeiler unseres „HOT-T“-Programmes

Die für die Anwendung erforderliche technische Ausstattung mit Tablets wird den teilnehmenden Schulen bereitgestellt. Eine gründliche Einarbeitung sowie die kontinuierliche Begleitung während des Schuleinsatzes seitens der universitären Mitarbeiter*innen sind selbstverständlich gewährleistet. Das Training ist für alle Schüler*innen mit Schwierigkeiten im Bereich des Lesens und Schreibens vorgesehen.

Das handschriftliche Rechtschreibtraining auf dem Tablet ermöglicht eine direkte Rückmeldung zur Korrektheit geschriebener Wörter. Mit dieser Methode soll einer Festigung fehlerverursachender Gedächtnisrepräsentationen entgegengewirkt und eine Erhöhung der Fehlersensitivität erreicht werden.

Eine adaptive, motivierende Lernumgebung gewährleistet ein dem individuellen Fertigkeitsstand kontinuierlich angepasstes Üben. Nach Rechtschreibbesonderheiten kategorisierte Wörter werden im Satzkontext mit visueller Unterstützung diktiert.

Neben der individualisierten Rechtschreibförderung sind mit einer größeren Verbreitung der Aufbau eines Datenpools zur langfristigen Betrachtung von Fehlerprofilen im Lernverlauf und eine Weiterentwicklung der Forschung zur Orthografieentwicklung vorgesehen.

Zum bisherigen Verlauf des Gesamtprojektes:

In den ersten beiden Projektphasen bis Ende 2016 wurde der Einfluss verminderter Wortfehlschreibungen auf die Rechtschreib- und Leseleistung von Wörtern bei LRS-Kindern im Grundschulalter sowie die Erhöhung ihrer Fehlersensitivität untersucht. Eine erste Programmerweiterung wurde bis Mitte 2018 realisiert. Das Gesamtvorhaben bestand aus zwei Teilprojekten (A & B).

Schwerpunkt des Teilprojekts A war die Untersuchung der trainingsabhängigen Entwicklung neuraler Grundlagen von Fehlersensitivität bei der Verarbeitung von Rechtschreibfehlern mit Hilfe ereigniskorrelierter Hirnpotentiale. Dieses Projekt wurde unter Leitung von Prof. Dr. Thomas F. Münte am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Neurologie in Lübeck, durchgeführt.

Ziel des Teilprojektes B bestand in der Entwicklung eines Tablet-basierten Rechtschreibprogrammes mit handschriftlicher Eingabemöglichkeit. Dieses Projekt wurde unter Leitung von Prof. Dr. Alfred O. Effenberg an der Leibniz Universität Hannover, Institut für Sportwissenschaft, durchgeführt. Die Tablet-basierte Übungsmethode wurde auf Anwendbarkeit und Effektivität getestet. Hierfür haben 21 Kinder der zweiten bis Anfang fünften Klasse mit Lese- und Rechtschreibstörung über vier Wochen vier Mal wöchentlich für je 20 Minuten zu Hause selbstständig mit dem Tablet geübt.

Das Gesamtvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist der Forschungsinitiative „Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ im Kontext des BMBF-Rahmenprogramms zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung zugeordnet.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die Projektmitarbeiterin Frau Dr. Nicole Mühlpforte wenden.

 

Kontakt

Dr. Nicole Mühlpforte

nicole.muehlpforte@sportwiss.uni-hannover.de

0511/762-17290

 

Projektleitung – Teilprojekt B:

Leibniz Universität Hannover

Institut für Sportwissenschaft

Prof. Dr. Alfred Effenberg
Prof. Dr. med. T. F. Münte
 

Projektmitarbeiter – Teilprojekt B:

Dr. Nicole Mühlpforte (Hannover)
Tong-Hun Hwang (Hannover)

 

Projektleitung – Teilprojekt A:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Klinik für Neurologie

Prof. Dr. med. T. F. Münte
 

Projektmitarbeiter – Teilprojekt A:

Dr. M. Heldmann

 

Kooperationspartner

Leibniz Universität Hannover:

Computational Health Informatics

Prof. Dr.-Ing. G. v. Voigt
J. Matschke
Dr. D. Lückehe

 
Leibniz Universität Hannover:

Institut für Informationsverarbeitung

Prof. Dr. Bodo Rosenhahn (Hannover)

 

Projektunterstützung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Forschungsbereich

Dyslexie, Multisensorische Integration, Embodied Education

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